Miniröcke
Der Minirock prägte besonders die Mode der sechziger und siebziger Jahre und endete mindestens 10 cm über dem Knie.
In die damalige Modewelt brachte ihn die britische Modeschöpferin Mary Quant , sie gilt auch als seine Erfinderin. Im Jahre 1962 wurde er erstmals in einer britischen Zeitschrift namens "Vogue" abgebildet und wurde zunächst als skandalös empfunden. Doch bereits wenige Jahre später waren die Miniröcke zum Verkaufsschlager geworden.
Dieser neue Modehit galt zum einen als Zeichen eines neuen Selbstverständnisses und Selbstbewusstseins der Frauen, zum anderen wurde er aber auch als Provokation oder als Ausdruck einer allgemeinen Respektlosigkeit wahrgenommen.
Die neue Rocklänge konnte sich jedoch in allen Gesellschaftsschichten durchsetzen, sogar das englische Königshaus gab dem Trend nach und akzeptierte eine Länge von exakt sieben Zentimetern über dem Knie. Nun gab es keine Schranken mehr....Miniröcke wurden aus billigen bis hin zu sehr edlen Stoffen genäht und sie wurden bei jeder sich bietenden Gelegenheit getragen. Sogar im Winter zog Frau Minirock an. Ein klarer Vorteil auch für die Strumpfindustrie, sie brachte Strumpfhosen auf den Markt, die die Frauenbeine zum Hingucker werden ließen.
1968 erreichten die Miniröcke ihre maximale Popularität und 1969 (als „Mini-Mini“) die höchstmögliche Saumhöhe. Seine Erfinderin Mary Quant wurde für ihre mutige Kreation 1966 mit dem „Order of the British Empire“ ausgezeichnet, sie erschien zur Ordensverleihung im Buckingham Palace im Minirock.